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DIARY
2005 -
DESCRIPTION : > GERMAN | > ENGLISH
IMAGES :
> 27.01.2005 - 06.07.2007
> 06.07.2007 - 18.05.2010
> 18.05.2010 - 16.02.2012


INSTALLATION VIEW :
> VIEW a - GLOBALE, ZKM KARLSRUHE
 
 
   
ARBEITSBESCHRIEB
Nicht nur unsere Arbeit tragen wir auf unseren Notebook mit, auch Privates bannen wir laufend auf unsere Festplatten - ein Potpourri von Erinnerungsstücken, Nützlichem, Aufgestöbertem und Recherchiertem lagert auf unserem Rechner. Der Computer ist eine Art Tagebuch geworden, der einen Teil unseres Seins fortlaufend und zuverlässig aufzeichnet. Bewusst oder unbewusst - dokumentieren wir uns fortlaufend selbst, und dies in einer Menge, die immer unübersichtlicher und vermehrt nur fragmentarisch und punktuell erschlossen werden kann. Doch welche anderen Bezüge lassen sich zu diesem Datengedächtnis schaffen - weniger vertikal, mehr flächig?

Seit 1998 sammle ich Bilder, Fotografien, Grafiken, Pläne, Schemas, Text- und Layoutdokumente in digitaler Form. Für deren Erschliessung setze ich seit 2005 eine Mediendatenbank ein. Jedes mir wichtig oder interessant scheinende Dokument erfasse ich mit dem Programm. Die Dateien werden nach einer mir schlüssig scheinenden Systematik benannt, dann in die Datenbank importiert und anschliessend mit Stichworten versehen. So verfahre ich nun schon seit Jahren. Heute zähle ich über 75’000 Datensätze (Stand 02/2012). Dies alles beansprucht keinen Raum. Anhand von Suchmasken durchdringe ich diese Welt schnell und bequem. Ich finde wonach ich suche. Doch sehe ich am Computer nur aus dem Zusammenhang gegriffene Teilmengen, scharf abgetrennt und aus dem Kontext gelöst. Das Gefühl für Quantität geht verloren und wirft Fragen bezüglich der Qualität der Erfahrbarkeit gegenüber der stetig wachsenden Informationsmenge auf. Ein Versuch:

Die Arbeit „Datadiary“ schlägt einen anderen Zugang zum angesammelten Datenmaterial vor und versucht über die optische Wahrnehmung die Gesamtheit der Datenmenge als Bild erfahrbar zu machen. Sämtliche als Bildminiaturen ersichtlichen Datensätze werden an die Oberfläche gebracht und als Bild aufgespannt. Die an Sedimente erinnernden Datenablagerungen folgen der Logik des klassischen Tagebuchs. Die Datensätze sind chronologisch nach Erfassungsdatum auf den jeweilige Zeilen angeordnet. Drei Bilder mit jeweils 25'000 Datensätzen (125 Spalten à 200 Zeilen) wurden bis anhin erstellt. Zum Einsatz kam die Mediendatenbank-Software Canto Cumulus.