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[ FOKUS ]
Wir leben mehr und mehr in einer von digitalen Medien ästhetik-bestimmenden, visuellen Umwelt und werden zunehmend zu Anwendern von vorgegebenen, rechner- und softwarebasierten Verarbeitungstechniken. Die so geschaffenen Ästhetiken sind zunehmend austauschbar geworden. Eine reiche Vielfalt an Erscheinungsformen droht zu verkümmern - sei es im Bereich der Architektur, der Grafik, der Fotografie oder anderen Gestaltungsdisziplinen, die sich heute rechnergestützter Verarbeitungstechniken bedienen. Es ist an der Zeit, mit dem Rechner spezifischere und individuellere Ausdrucksformen hervorzubringen und einen kreativeren Zugang zu rechnerbasierten Techniken zu erlangen; das heisst, die von Programmen klar definierten Anwendungsszenarien und vorgegebenen Settings zu umgehen und eigene und freiere gestalterische Verarbeitungsketten und Ästhetiken zu schaffen.

In meiner Arbeit beschäftige ich mich mit der freien Anwendung digitaler Bildverfahren. Ich experimentiere mit der Generierung und Verarbeitung von Bilddaten und suche nach alternativen Ästhetiken und Ausdrucksformen. Diese können unter anderem auch bekannte Bildvorbilder und Bildsprachen hervorrufen, sind jedoch in ihrer Konzeption und Herstellung anders gedacht und erschaffen worden. Mich interessieren unkonventionelle Abbildungs- und Projektionsmethoden von virtuellen Räumen in die Bildfläche. Auch die Schaffung und die Frage der Wirkung von virtuell geschaffenen Objekten und der Möglichkeit Körpergeometrie (Model) und Oberflächenbeschaffenheit (Texture) voneinander unabhängig zu bearbeiten, ist für mich ein wiederkehrendes Thema. Einzelne Arbeiten werfen aber auch ganz grundsätzliche Fragen über die Natur des digitalen Bildes auf. Zum Beispiel die Frage nach der Beschaffenheit, die Frage nach der fehlenden Materialgebundenheit und somit der beliebigen Skalierbarkeit, wie auch die Frage nach der Erschliessung und der Rezeption der digitalen Artefakte.