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[ WORK | SERIE ]
NATURE MORTE
2010-11
DESCRIPTION : > GERMAN | > ENGLISH
IMAGES (SELECTION) :
> NATURE MORTE No 01
> NATURE MORTE No 02
> NATURE MORTE No 03
> NATURE MORTE No 04
> NATURE MORTE No 05
> NATURE MORTE No 06
> NATURE MORTE No 07
> NATURE MORTE No 08
> NATURE MORTE No 09
> NATURE MORTE No 10
INSTALLATION VIEWS :
  > VIEW a - KUNSTHAUS LANGENTHAL
> VIEW b - MUSEE JURASSIEN DES ARTS MOUTIER
   
ARBEITSBESCHRIEB
Ab 1898 schuf Karl Blossfeldt eine systematische, fotografische Dokumentation unterschiedlichster Pflanzengattungen. Sein Anliegen war es, auf den überreichen Formenschatz in der Natur hinzuweisen und diese als Urformen der Kunst als Vorbild jeder Gestaltung zu verstehen.

Die visuelle Welt ist heute vielschichtiger geworden. Zu der physischen, analogen Umwelt hat sich eine zweite, digitale Ebene gelegt, in deren Objekte frei editier- und kombinierbar geworden sind. Dies bildet ein zusätzliches reiches Reservoir an Form- und Oberflächentexturbausteinen, auf welche die vorliegende Arbeit eingehen möchte.

Die unter dem Namen "Nature Morte" zusammengefasste Arbeit ist ein Versuch, anhand digitaler Bildtechnologien die objektbezogene typologische Fotografie in die heutige Zeit zu übertragen. Die Bilderserie ist eine pseudo- dokumentarische Erfassung nicht existierender, skulptural anmutender Objekte. Es ist eine Auseinandersetzung zwischen Form und Struktur, und nutzt die dargebotene Möglichkeit der Bildsynthese (CGI) Objektform und deren Oberflächentextur völlig unabhängig voneinander zu bearbeiten und zueinander zu stellen. Alle Bilder sind am Computer komplett gerechnet worden. Die abgebildeten Körperformen und Texturen sind entweder frei erfunden oder bilden entnommene Fragmente von 3D-Modellbibliotheken, die mittlerweile im Internet zahlreich vorhanden sind.

Schwerpunkt der Arbeit liegt nicht in der akribischen Nachahmung fotografischer Abbildungen, sondern mehr in der Frage ihrer Rezeption, der Beziehung zwischen Schein und Wirklichkeit, Wahrheit und Arrangement.